Früher hatten wir Angst, den USB-Stick zu verlieren - häufig weniger, weil die/der Finder:in auf die eigenen Daten hätte zugreifen können (das wäre mit einer Verschlüsselung leicht zu umgehen gewesen), sondern, weil wir viel zu oft aktuellste Daten transportierten und die letzte Sicherung mit Sicherheit schon etliche Zeit zurück lag (Kein Backup? Kein Mitleid!). Heute alles kein Problem mehr, es gibt ja Dropbox / iCloud / One Drive...
Schöne neue Welt. Jetzt brauchen wir nicht mehr darauf vertrauen, dass wir den USB-Stick nicht verlieren. Jetzt vertrauen wir Firma XY, dass sie unsere Daten nicht verliert (allzu häfig dann aber doch tut). Mehr noch, wir vertrauen darauf, dass unsere Daten nicht (ohne unsere Einwilligung) weitergegeben, verändert oder ausgewertet werden. Unsere Daten sind jetzt zwar immer und überall für uns verfügbar, die Kontrolle über sie haben wir aber abgegeben (und btw: Cloud-Synchronisation ist und ersetzt kein Backup!). Es ist an der Zeit, sie uns wieder zu holen - die Kontrolle und die Daten.
Das ist die Idee hinter dem Projekt re:oyd - re:own your data.
Es geht aber nicht nur um Datei-Daten, sondern auch um alle anderen persönlichen Daten. Wir sollte öfter mal darüber nachdenken, welche Informationen wir wo überall hinterlegen/ hinterlegt haben - und ob das überhaupt nötig ist. Es ist an der Zeit für eine umfassende "digitale Diät" ;-)
Und jetzt ganz neu:
Jeden ersten Sonntag im Monat ist DI.DAY - der Digital Independence Day (Digitaler Unabhängigkeitstag).
Mach den ersten Schritt!